Die App: TelCoApp

Die App nennen wir – in Ermangelung eines fancy Namen – nach dem, was sie tut. TelCoApp. Damit ist auch schon gesagt, was sie unterstützen soll. Telefonkonferenzen.

Wie sieht diese Unterstützung aus? Logisch aus den bisherigen Postings fortgesetzt wird dies wohl etwas mit Telefonkonferenzen, MoodMaps und EKG zu tun haben. Und so ist es auch. Was kommt also dabei raus, wenn wir MoodMaps, EKG und TelCos in eine App packen? Das:

Der Hauptbildschirm der TelCoApp mit Diagramm, MoodMap und Chat.
Der Hauptbildschirm der TelCoApp mit Diagramm, MoodMap und Chat.

Rechts oben sehen wir die MoodMap. Auf die kann man touchen und damit seine Stimmung eingeben. Links oben sieht mein einen Graphen, der die Herzfrequenzvariabilität (HRV – heart rate variability) anzeigt. Die fällt aus dem EKG-Sensor raus und per Bluetooth in die App rein. Unten ist ein Chat. Unwichtig.

Die App leitet die HRV dann an einen XMPP Server (das ist das Protokoll, über das z.B. auch der Facebook-Chat läuft) weiter. Von dort aus wird ein Mittelwert aus allen Teilnehmer an alle gesendet. Man bekommt also eine Team-HRV, welche den durchschnittlichen Gemütszustand repräsentieren soll. Prinzipiell wäre wohl auch eine Anzeige der durchschnittlichen Stimmung sinnvoll – die hat es aber wohl nicht mehr in die App geschafft.

Was ich im Zuge meiner Arbeit mit dieser App anstelle, und warum ich das anstelle: später.

Forschungsbereich: Medizinische Informatik

Im letzten Beitrag habe ich kurz auf die Forschungsbereiche des FZI verwiesen, aber noch nicht angesprochen in welchem Kasten ich da stecke: Medizinische Informationstechnik. Zumindest irgendwie im weitesten Sinne. Das hat weitaus weniger mit Blut, Tumoren und Herzschrittmachern zu tun als es sich anhört. Der nachfolgende Abschnitt von der Website des FZI erklärt das so schön, dass ich ihn einfach zitiere:

Daneben steht die Nutzung medizinischer Sensorik für nicht-medizinische Anwendungen verstärkt im Interesse der Forschung am FZI. So entwickeln wir auch Biofeedback-Anwendungen zur Unterstützung von Lernprozessen im Bereich Technology Enhanced Learning (TEL) […] (Quelle)

Okay. Was ist solch eine medizinische Sensorik in meinem konkreten Fall? Ein EKG-Sensor, den man sich mit einem Gurt um die Brust schnallt und der dann die Herzfrequenz aufzeichnet (und noch paar für meinen Zweck irrelevante Sachen wie Luftdruck und Beschleunigung). Bei meinem Sensor handelt es sich um den ekgMove von movisens (Bilder dort).

Die Sensorik ist geklärt, was aber ist die nicht-medizinische Anwendung? Irgendwie so etwa das, wo es nicht um akute starke gesundheitliche Probleme geht. Da sollte man doch lieber zum Arzt. Wir spielen forschen daran herum und probieren nützliche Anwendungsgebiete aus.

Teaser: Im nächsten Posting sage ich dann auch, in welchem Forschungsprojekt ich beteiligt bin.